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Corona-Krise: Hilfestellungen für Organtransplantierte

Liebe Transplantierte,

vor dem Hintergrund der Ausweitung der Corona-Infektionen herrscht in der Gesamtbevölkerung Anspannung und Sorge um die eigene Gesundheit und die der Angehörigen. Es ist nur allzu verständlich, dass Sie als Organtransplantierter unter immunsuppressiver Therapie besonders verunsichert sind.

 

Wir möchten Ihnen mit diesem Brief ein paar grundlegende Hilfestellungen an die Hand geben und Antworten auf Fragen liefern, die aus Ihrem Kreis in den letzten Wochen vermehrt an uns gerichtet wurden.

 

  • Allgemeine Hygienetipps finden Sie u.a. auf der Website www.infektionsschutz.de – Sie kennen diese allgemeinen, aber sehr nützlichen Ratschläge (etwa zum gründlichen Händewaschen, zur Hygiene beim Husten und Niesen oder der sinnvollen Abstandshaltung) eigentlich schon aus Ihrer frühpostoperativen Phase unter damals hochdosierter Immunsuppression, Sie und Ihr Umfeld sind mit diesen Maßnahmen viel vertrauter als die übrige Bevölkerung.
  • Generell nützliche Information, allgemeinverständlich für Herzpatienten, finden Sie auf der Website der Deutschen Herzstiftung (www.herzstiftung.de) incl. diverser Links zu seriösen tagespolitisch aktualisierten Quellen.
  • Auszug aus den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts zu dem Thema: Maßnahmen zur Kontaktreduzierung (www.rki.de):
    • Privater Bereich und Öffentlichkeit
      • zu Hause bleiben, wann immer möglich; Zimmer regelmäßig lüften
      • nicht notwendige Reisen absagen oder verschieben
      • möglichst nur für Versorgungsgänge rausgehen; Abstand von 1 bis 2 m zu anderen Personen halten
      • private Kontakte auf das Notwendigste reduzieren bzw. Möglichkeiten ohne direkten/persönlichen Kontakt nutzen (Telefon, Internet etc.)
      • Risikogruppen durch Familien-und Nachbarschaftshilfe versorgen; aktiv Hilfsangebote machen
      • gemeinschaftliche Treffen/Aktivitäten absagen (Vereine, Sportgruppen, größere private Feiern)
      • enge Begrüßungsrituale vermeiden (Küsschen, Händeschütteln)

Als Konsequenz aus diesen Maßnahmen gilt konkret für Sie als Organtransplantierter

  1. Sie sollten momentan keiner Berufstätigkeit nachgehen; lassen Sie sich vom Hausarzt krank-schreiben (dies kann der Hausarzt jetzt zu „Corona-Zeiten“ veranlassen, ohne dass Sie dafür in die Praxis kommen müssen)
  2. Bleiben Sie möglichst zuhause, reduzieren Sie innerhäusliche private Kontakte auf das Notwendigste; dies gilt auch für die Menschen, die mit Ihnen in häuslicher Gemeinschaft leben.
  3. Ein Aufenthalt in der Natur ist weiterhin möglich (und sinnvoll), halten Sie sich aber an den Mindestabstand von möglichst 2 m zu anderen Personen.

Aus den o.g. Empfehlungen folgt für uns auch, dass wir (elektive) Vorstellungstermine in unserer Transplantationsambulanz in der nahen Zukunft nach Möglichkeit meiden möchten. Dies soll vor allem Ihrem Schutz dienen, denn die Anreise zum HDZ würde für Sie ein unnötig hohes Risiko darstellen.

 

Wir möchten Ihnen dafür eine bessere Erreichbarkeit liefern, da die telefonischen Anfragen sich momentan so häufen, dass eine zeitnahe Beantwortung nicht immer gewährleistet werden kann: wenden Sie sich deshalb bitte bei Corona-relevanten Fragen zunächst an diese email, die wir am selben Tage beantworten werden:  coronainfo-htx@hdz-nrw.de

 

Spiegelbestimmungen Ihrer immunsuppressiven Therapie sollten weiterhin in den Abständen wie mit Ihnen individuell verabredet an unser Labor geschickt werden. In der momentanen Situation vereinbaren Sie am besten mit Ihrem Hausarzt Blutentnahmetermine telefonisch vor, damit Sie als lmmunsuppremierter Wartezimmer meiden.

 

Mit freundlichen Grüßen

Univ.-Prof. Dr. med. Jan Gummert
Direktor der Klinik für Thorax- und Kardiovaskularchirurgie

  • Downloads

    • Pressemeldung des HDZ NRW als PDF
    • 2. Info -Brief-für Herztransplantierte

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Norbert Longerich
Mittelstraße 3
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